Natur & Wahrnehmung

Die Wahrnehmungsfähigkeit gilt als eine Schlüsselkompetenz für menschliche Entwicklung.
In Verbindung mit der Natur, können wir unser Wahrnehmungsvermögen besonders gut (re-)aktivieren und weiter entwickeln. Was dabei – quasi als Nebenprodukt – herauskommt ist eine tiefe Beziehung zum Lebendigen und der sogenannte „Sense of Place“.

Die Wahrnehmung in Verbindung mit der Natur entwickeln – wie geht das?

Die Wahrnehmungsfähigkeit kann man sich nicht – wie anderes Wissen – mit einem Buch oder einem Vortrag ‚aneignen‘. Sie entwickelt sich direkt im Austausch mit dem Lebendigen. Wichtig dabei ist, dass die Rahmenbedingungen stimmen – zirkuläres Vorgehen und die Erfüllung der menschlichen Grundbedürfnisse sind Voraussetzung.

Unsere Projekte

Den ‚Sense of Place‘ entwickeln  

Wenn Menschen damit beginnen ein tiefes Zugehörigkeitsgefühl zur Bio-Region zu entwickeln wirkt dies nicht nur positiv auf sie selbst, sondern auch auf die Entwicklung von Wirtschaft, Tourismus und Kommunen. Wir entwerfen Konzepte für die bewusste und professionelle Entwicklung des Sense of Place. Wie Menschen ihren Sense of Place (für den eigenen Garten) vertiefen können, zeigten und erprobten wir erstmals im Sense of Place-Dom auf den Gartentagen 2017 in Lindau und bieten dies nun auf Anfrage für Gruppen im Helix Garten am Degersee an (pfd Folder).

Zusammenarbeit mit dem Bayerischen Staatsministerium

In der bayerischen Staatsverwaltung ist man davon überzeugt, dass die wirtschaftliche und soziale Entwicklung von ländlichen Regionen stark davon abhängt, ob die Menschen dort unternehmerisch denken / handeln können und eine tiefe Beziehung zum Ort an dem sie leben (Sense of Place) entwickelt haben. Da wir uns mit der Frage auseinandersetzen, wie man diese Kompetenzen bei Menschen erkennen und fördern kann, wurden wir vom zuständigen Bayerischen Staatsministerium um Mitarbeit gebeten. Aktuell sind wir Mitglied in der Jury für die Anerkennung zur „Alpen-Modellregionen“ (http://www.stmelf.bayern.de/alpenmodellregionen)

Mehr Lebensqualität in Dornbirn durch Entwicklung des ‚Sense of Place‘   

„Unter den Linden“ ist ein Projekt in Kooperation mit der Stadtbücherei Dornbirn (Vorarlberg) bei dem wir die Dornbirner Stadtbevölkerung einladen, unter Dornbirns Stadtbäumen zusammenzukommen. Wir arbeiten hier mit unserem Ansatz, dass die Lebensqualität in der Stadt nicht nur von der ‚Menge‘ der in der Stadt vorhanden Natur, sondern vom Gefühl der Bürger/innen für die vorhandene Natur (also dem Sense of Place) bestimmt wird.

Den ‚Sense of Place‘ im Gartenmagazin sichtbar machen    

Nicht die Frage „Was mache ich im Garten?“ sondern „Was macht der Garten mit mir?“ steht im Zentrum vom Magazin „Lindavia – Menschen und ihre Gärten“. Es entstand 2015 in Kooperation von faktor NATUR mit der Lindau Tourismus und Kongress GmbH und zeigt unseren ersten Versuch die tiefe Beziehung von Gärtner/innen zu ihren Gärten durch das Medium ‚Magazin‘ zu transportieren. Das Projekt wurde auf bayerischer Staatsebene als ‚Leuchtturmprojekt‘ bezeichnet und hat große Aufmerksamkeit bekommen. Solange noch Exemplare vorhanden sind, kann das 70-seitige Farbmagazin kostenlos bei uns angefordert werden (Magazin anfordern).

„Wie kann ich die Entwicklung von meinem Kind durch Natur-Kontakt fördern?“ 

Kleine Kinder haben ein sehr starkes Interesse an allem, was sich in der freien Natur tut. Aber warum ist das so? Was macht das mit dem Kind? Und wie sollten Eltern sich verhalten, damit Kinder die Natur für sich optimal nutzen können? Aus aktuellem Anlass (eine unserer Geschäftsführer/innen hat selbst ein Kind im Alter von 1 Jahr) haben wir in Zusammenarbeit mit dem Wald- und Seekindergarten Lindau ein Angebot für Eltern entwickelt.

Wildes Eck Blog

Wir leben in einer Umgebung, die durch Planung und Gestaltung – der Auswahl zwischen erwünschten und unerwünschten Lebewesen, Strukturen, Formen und Prozessen – geprägt und damit begrenzt ist. Wilde Ecken entwickeln sich frei von menschlichem Zutun, deshalb inspirieren sie uns. Mit dem Blog ‚Wildes Eck‘ haben wir (2013/2014) dazu eingeladen, nach wilden Ecken auf Alltagswegen Ausschau zu halten. Aufbauend darauf haben wir unseren Workshop „Mut zum wilden Eck“ entwickelt (hier mehr dazu). Angelika und Alexandra im Interview zum „Wilden Eck“ [pdf].

Kontakt

AngelikaMangold-faktorNaturSetzen Sie sich mit uns in Verbindung, wenn Sie an weiteren Informationen zu unseren Projekten interessiert sind.

Programmleitung Natur & Wahrnehmung
DI Angelika Mangold
angelika.mangold@faktornatur.com